Gathering

Einzelausstellung NELLI KRATZ

Foto: Nelli Kratz

22. bis 24. März 2024

Vernissage: Freitag 17-21 Uhr, Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag von 12-18 Uhr.

folgendes Interview wurde im Februar mit Nelli Kratz geführt:

Wie bist Du zur Kunst gekommen?

Es war ein schleichender Prozess, der mich von Klein an bis jetzt immer stärker beschäftigte. Es gibt keinen Anfang, gemalt habe ich schon immer. Während meiner Zeit in Berlin 2021-2023 entdeckte ich die großen Formate für mich und war fasziniert von der Möglichkeit sich dadurch zu entfalten.

Gibt es ein auslösendes Moment? Eine Geschichte aus der Kindheit?

Mit knapp 5 Jahren habe ich einen Kunstunterricht besucht und das Stillleben, es war ein Apfel und eine Vase, ist mir wunderbar gelungen. Leider blieb es bei etwa 3 Stunden, das war in meiner bescheidenen Kindheit eine große Besonderheit. Daran erinnere ich mich noch sehr gut. Zuhause hab es aber keine kreativen Grenzen und so habe ich viel lieber gemalt als mit den Puppen gespielt.

Wie würdest Du Deine Kunst beschreiben, welche Materialien benutzt Du und warum?

Interaktiv – ich starte ganz spontan, mit der Farbe und dem Pinsel, der mir gerade unter die Finger kommt. Die erste Abbildung entfacht in mir weiteres Vorgehen und so interagiere ich mit dem Bild, bis wir uns nichts mehr zu sagen haben. Die Leinwände beziehe ich selbst. Dadurch entsteht eine gewisse Bindung bereits am Anfang.

Was möchtest Du mit Deiner Kunst ausdrücken, erreichen?

Meine Bilder sind offen für Interpretationen. Jeder Zuschauer kann das Bild für sich deuten und sich darauf einlassen. So kann die Kunst individuelle Aussagen hervorbringen und sich an die Person und den Raum anpassen.

Wenn Du Dich nicht für die Kunst entschieden hättest, was hättest Du dann gemacht und warum?

Sonst wäre ich gerne Kostümbildner – es ist spannend mit verschiedenen Stoffen, Farben und Formen zu arbeiten und dabei etwas entstehen zu lassen, das bleibt.

Wie würdest Du die aktuelle Kunstszene beschreiben, was findest Du gut, was würdest Du verbessern?

Die aktuelle Beliebtheit der abstrakten Kunst motiviert und inspiriert mich sehr. Es gibt viele Menschen, die das Malen dadurch für sich entdecken können, da man unvoreingenommen und ohne Regeln loslegen kann.

Gibt es eine Projektidee für die Zukunft? Wenn ja welche, beschreibe sie kurz.

Es gibt viele kleine Projekte und Ideen, die ich auf die Leinwand bringen will. Regelmäßig zu malen ist für mich von großer Bedeutung und mein persönliches Projekt.

Was ist das besondere an deiner Art zu Arbeiten, wie ist die Resonanz der anderen?

Das besondere daran ist, dass meine Bilder keinen roten Faden haben und jedes Mal was völlig Neues entsteht. Das finde ich und mein Umfeld so spannend.

Gibt es eine Message? Einen Satz?

Gathering: sammeln, zusammenbringen, vereinigen –

ist der Name und die Bedeutung meiner ersten Ausstellung. Die Entstehung und Zusammensetzung der unterschiedlichen Bilder, spiegelt die Unberechenbarkeit der Kunst wider und soll den Zuschauer zur individuellen Interpretation anregen oder auf ihn gar motivierend wirken, sich künstlerisch zu entfalten.

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